Aus dem Pfarrbrief 3/2005 vom 7. September 2005


Worte des Kaplans Primiz - etwas Besonderes? Pfarrwallfahrt in die Hohe Tatra
Gebet Kirchenführer Nationalfeiertag
Briefkasten bei der großen Kirchentüre Inventarisierung durchgeführt Glockenweihe
Sommerlager Uralte Andreasfahne neu

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, liebe Freunde unserer Pfarre St. Andreas in Hainfeld!

Worte des Kaplans

Die vergangenen Wochen waren erfüllt von sehr bewegenden und unvergesslichen Tagen.

Die Pfarre lädt zum Erntedank am 2. Oktober um 9.00 am Hauptplatz Zum einen haben wir erfahren und hautnah miterleben dürfen, welch bedeutender Schritt die Priesterweihe und die Primiz eines Neupriesters darstellt. Priester ist man niemals für sich allein, sondern man wird geweiht für den besonderen Dienst für Gott und am Nächsten. Viele von euch waren beim Weihegottesdienst in Göttweig und bei meiner Primiz. Ihr habt mir gezeigt, dass ich nicht alleine auf dem Weg bin und mir durch euer Mitfeiern deutlich gemacht, dass der Priesterberuf in der heutigen Zeit nicht "uncool" oder unnötig ist, sondern dass gerade heute der Dienst des Priesters wieder gefragt ist. Es war zu spüren, wie der Funke, der mich entflammt und mein Herz zum Brennen gebracht hat, auf sehr viele von euch übergesprungen ist.

Durch eure Begeisterung habt ihr gemäß meinem Primizspruch "Dient dem Herrn mit Freude" einen wichtigen Dienst geleistet und so Zeugnis abgelegt für ein Leben aus dem Glauben. Unser Glaube ist zwar alt, aber noch lange nicht überholt; er lebt und ist lebendig. Besonders berührt hat mich die Mitfeier so vieler Kinder und Jugendlichen, allen voran natürlich unsere große Ministrantenschar. Wir haben es wohl alle gemerkt: Die Kirche ist jung, die Kirche lebt!

Noch ein zweites Ereignis hat die vergangenen Wochen stark geprägt: die Einladung von Papst Johannes Paul II. an die Jugend der Welt, sich den Heiligen Drei Königen anzuschließen und dem Stern von Bethlehem zu folgen, um Jesus zu finden. Diese Einladung hat Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. erneut ausgesprochen. Er hat sich selbst auf den Weg nach Köln gemacht, um am XX. Weltjugendtag als Pilger teilzunehmen, um Jesus Christus anzubeten - ganz nach dem Leitmotiv dieses Treffens "Wir sind gekommen, Ihn anzubeten". Ich selbst hatte die Möglichkeit nach Köln zu reisen und nach meinen Studienjahren in Rom wieder einmal zu erleben, was Weltkirche bedeutet.

Eine Million Jugendliche aus 200 Ländern der Erde waren versammelt - nicht etwa nur um sich selber oder den Papst zu treffen, sondern vielmehr um Christus zu begegnen. Die Jugend der Welt hat eine unbändige Freude am Glauben gezeigt und überzeugend und freudig in aller Öffentlichkeit bekannt. Im Zentrum eines jeden Tages stand Jesus Christus selbst, die Begegnung mit ihm in der Eucharistischen Anbetung, in der Feier der Heiligen Messe und im Empfang des Bußsakramentes. In den Gesprächen und Diskussionen der Jugendlichen ging es immer um Gott und um den Glauben selbst, nicht um die Form. Es ging darum, WEM wir glauben und nicht WIE wir glauben. Allen negativen Meldungen der Medien zum Trotz haben sich Hunderttausende in Köln versammelt. Diejenigen, die ständig versuchen, uns das Leben als Katholiken madig zu machen und die durch miesmachende Berichterstattungen in den Medien die Kirche verfolgen und ins Lächerliche zu ziehen versuchen - sie alle sind kläglich gescheitert. Unserem Kirchenoberhaupt wurde ein Empfang bereitet, der alles übertroffen hat, was man sich vorgestellt hat. Papst Benedikt hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und die Klischees nicht erfüllt. So hat sich unser Herr Jesus Christus wieder als Sieger gezeigt, alle an sich gezogen und mit tiefer Freude am Glauben erfüllt.

Gebe Gott, dass es allen Mitfeiernden der Gottesdienste der Priesterweihe und Primiz, sowie allen, die den Weltjugendtag in Köln mitgefeiert oder von zuhause aus gläubig mitverfolgt haben, gelingen möge, das Licht, die Schönheit und die Kraft des Evangeliums zu bezeugen, die sie erneut erfahren haben.

Das wünscht sich uns von ganzem Herzen euer Kaplan
P. Pius

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Primiz - etwas Besonderes?

Nach 48 Jahren erlebten wir in unserer Pfarre wieder eine Primiz, das erste Messopfer eines neugeweihten Priesters, und seinen besonderen Segen, den Primizsegen. Wenn P. Pius Nemes auch nicht aus unserer Pfarre Hainfeld stammt, so ist seine Weihe doch ein großes Fest für unsere Pfarre gewesen. Seit einem Jahr schon stand er als Diakon in vielen Bereichen unserem Pfarrer zur Seite, hielt Schul- und Ministrantenstunden, spendete Taufen und hielt Wortgottesdienste, Andachten und Begräbnisse.

P. Pius' Heimatprimiz in Eislingen Unsere Vorfahren, die viel noch mit dem Herzen, dem Glauben und weniger mit der "ratio" (lat. Verstand) sahen und erlebten, schätzten eine Primiz so hoch ein, dass man "für einen Primizsegen ein paar Schuhsohlen durchlaufen sollte".

Schade, dass ein Neupriester, ein so übergroßes Geschenk Gottes an eine Pfarrgemeinde, heute viel nüchterner gesehen und diese so große Gnadengabe als solche gar nicht mehr erkannt wird. Ist das nicht ein Anlass, darüber nachzudenken, was wir an den Priestern haben, was sie für uns sind und leisten, was wir auch verlieren, wenn es keine oder zu wenige Priester mehr gibt.

P. Pius` Priesterweihe, seine Hainfelder und Eislinger (Heimat-) Primiz waren ein großes Fest für alle, die daran teilnahmen. Merkte man doch die echte Freude darüber, dass da einer sein Leben Gott und den Mitmenschen - uns! - zur Verfügung stellt, spürte man doch die Sympathie und die Anerkennung, die dem Neupriester P. Pius entgegen gebracht wurde.

Das Gebet aller Pfarrangehörigen möge ihm helfen, seinem Wahlspruch "Dient dem Herrn mit Freude!" ein Leben lang treu zu bleiben!
K.W.

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Pfarrwallfahrt in die Hohe Tatra

Es war eine schöne gelungene Fahrt in die Hohe Tatra, die P. Paulus mit seinem Mitbruder und Freund Pfarrer Dr. Stefan Mordel aus Stary Smokovec, Slowakei, zusammengestellt und organisiert hatte. Menschen aus dieser Pfarre hatten ja beim Mitteleuropäischen Katholikentag im Vorjahr in Hainfeld Quartier gefunden.
Pfarrwallfahrt
So war es auch ein Gegenbesuch. In bewährter Weise chauffierte Firmenchef Hermann Grabner selbst die Gruppe. Schöne Landschaften, interessante Städte, herzliche Menschen und Begegnungen auch in der Reisegruppe ließen die Wallfahrt zu einem Erlebnis werden. Reiche Kulturschätze und die Gläubigkeit vieler Menschen empfand man als außerordentlich. Allerdings fallen einem immer wieder die riesigen grauenhaften Windbrüche in den Wäldern ein, die im Nationalpark kilometerweite Flächen völlig umgelegt haben. Geistliche Höhepunkte waren die Pilgermesse in der Marienkirche von Levoca und die Messe am slowakischen Nationalfeiertag zum Fest Cyrill und Method, an der auch Pfarrer Slavomir Dlugos von Kaumberg teilnahm. Über das nächste Wallfahrtsziel wird schon nachgedacht!
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Oh Herr

Ich mache mich zu Weg und Gefährt.
Ich komme und gehe. Ich pflüge mein Feld mit Pferd oder Esel,
in zäher Geduld. Ich kenne nur die Erde, die ich umwende,
und in meiner geknoteten Schürze den Staub der Samenkörner,
der über meine Finger rieselt. An Dir ist es, den Frühling zu erfinden
und die Ernten ablaufen zu lassen, gemäß Deiner Herrlichkeit.

Warum zwingst Du mich, Herr, zu dieser Durchquerung der Wüste?
Ich plage mich inmitten der Dornen.
Es bedarf nur eines Zeichens von Dir,
damit sich die Wüste verwandelt,
damit der blonde Sand und der Horizont
und der große stille Wind
nicht mehr nur eine unzusammenhängende Summe,
sondern ein weites Reich bilden,
an dem ich mich begeistere
und durch das hindurch ich Dich erkenne.

Antoine de Saint-Exupéry

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Kirchenführer

Kirchenführer Pfarrkirche Hainfeld Vor Kurzem wurde das Heftchen "Führer durch die Pfarrkirche St. Andreas" ausgeliefert und liegt am Schriftenstand beim Kirchentor zum Selbstkostenpreis von 2,50 Euro auf. Darin sind die wesentlichen historischen Daten der Pfarre, eine Beschreibung der Kunstgegenstände und der Einrichtung der Kirche, aber auch ein Hinweis auf Sehenswertes im Pfarrzentrum enthalten. Dieser Kirchenführer soll dem Besucher helfen, die Schönheit unserer Kirche zu entdecken, die durch die Renovierung in den letzten Jahren ins rechte Licht gesetzt wurde. Der Kirchenführer eignet sich sicher auch als kleines Geschenk und Mitbringsel. Es wäre sinnvoll, wenn er in jedem Hainfelder Haushalt aufläge, so könnte er Gästen ein Anreiz sein, unser schönes Gotteshaus zu besuchen.
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Nationalfeiertag

Langsam schmilzt das Jubiläumsgedenkjahr. Viele Ausstellungen und Veranstaltungen weckten Erinnerungen - schmerzliche, aber auch gute. So ist die Festmesse am Nationalfeiertag, diesmal am Hauptplatz geplant, vor allem ein Dankgottesdienst für alles, was uns erspart geblieben ist, was wieder aufgebaut werden konnte, und für den Wohlstand, in dem wir leben dürfen. Gerade das sollte uns das Herz gegenüber der Not anderer nicht verschließen.

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Briefkasten bei der großen Kirchentüre

Seit langer Zeit hängt beim Schaukasten im Windfang ein Briefkasten, in dem Wünsche, Anregungen, Beschwerden oder Mitteilungen allgemeiner Natur anonym oder unterzeichnet dem Pfarrer und Pfarrgemeinderat übergeben werden können.

Bitte benützen Sie diese Einrichtung, wenn Sie etwas "los werden" wollen, aber auch, wenn Ihnen etwas gut gefällt.

Natürlich können Sie sich auch an Pfarrer und Pfarrgemeinderäte persönlich wenden. Wir werden uns gerne bemühen, sinnvolle Vorschläge umzusetzen. Manchmal wird einfach etwas übersehen, was leicht geändert werden könnte. Neben dem Briefkasten finden Sie Zettel und Stift. Also haben Sie Mut...!

Anmerkung der Online-Redaktion: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, an das Pfarramt eine E-mail zu senden, oder sich auf der Webseite der Pfarre im Gästebuch einzutragen.

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Inventarisierung durchgeführt

Nach einer langen Anlaufphase ist es nun gelungen: Eine kunsthistorisch versierte Mitarbeiterin der Diözese hat in Zusammenarbeit mit Pfarrer und Kaplan alle Kunstgegenstände, Kultgeräte und Messgewänder fotografiert, beschrieben und registriert. Damit sind nicht nur die Eigentumsverhältnisse klargelegt (viele der im Gottesdienst verwendeten Gegenstände sind nämlich persönliches Eigentum der Priester), sondern die Dokumentation ist auch bei Diebstählen zur Anzeige und Aufklärung wichtig.

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Glockenweihe

Vielleicht ist es den Hainfeldern aufgefallen, dass eine Glocke in den letzten Wochen zu unüblichen Zeiten oft kurz angeläutet wurde. Leider stellte sich nämlich heraus, dass die neue "Florianiglocke" einen Sprung hat, still gelegt werden und neu gegossen werden muss. So wird es im Herbst noch einmal eine Glockenweihe geben. Zwar nicht oft, aber doch kommt es vor, dass neue Glocken Spannungen haben und einen Riss bekommen, der den Ton und das Gesamtgeläute negativ beeinflusst. Pech für den Glockengießer, Arbeit für die Pfarre!

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Sommerlager

Sommerlager
83 Kinder, Jugendliche und Erwachsene verbrachten eine ereignisreiche Woche in Schottwien in christlicher Gemeinschaft und bei abwechslungsreichem Programm. Ein Danke an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!
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Uralte Andreasfahne neu

erneuerte Andreasfahne Prozessionsfahnen sind traditionsreich und wurden und werden bei Festumzügen, kirchlichen Prozessionen und als Kirchenschmuck verwendet. Zunftfahnen der verschiedenen Gewerbe, Vereinsfahnen und Kirchenfahnen scharten und scharen ihre "Jünger" um sich. Im Kirchturm hat P. Paulus die ziemlich verrotteten Reste einer alten Andreas-Fahne entdeckt und sie erneuern lassen. Die Bildrestaurierung hat Herr Vadljech finanziert. Die Fahne ist doppelt so groß wie die bei Prozessionen bisher mitgetragenen und zeigt auf einer Seite das Bild unseres Kirchenpatrons, auf der Rückseite die Madonna mit dem Kind. P. Paulus ist immer bestrebt, Wertvolles aus dem kirchlichen Bereich zu erhalten, zu erneuern und in der Liturgie auch zu verwenden.
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Mail an die Redaktion des Pfarrbriefes


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Fotos: M. Eder, Dr. K. Wimmer (K.W.)
 
    Datum der letzten Aktualisierung:    
4. September 2005
 
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