Aus dem Pfarrbrief 3/2004 vom 1. September 2004


Worte des Diakons Worte des Pfarrers Kirchenbergmesse Warum ich noch immer katholisch bin
Jungscharsommer P. Paulus - ein Sechziger! Schätze in der Turmkugel Kräutersegnung
Hainfelder Pfarrwallfahrt nach Rumänien Sommerlager Schon wieder kommt wer sammeln Krankensalbung = Versehgang?

Worte desDiakons

Ein herzliches "Grüß Gott"!

Vielen ist es sicherlich bereits aufgefallen, dass seit einigen Tagen ein "Neuer" im Pfarrhof eingezogen ist.

Mein Name ist P. Pius Nemes. 1973 kam ich in Baden-Württemberg, Deutschland, zur Welt und gehöre seit 1996 dem Konvent des Stiftes Göttweig an. Nach meinem Klostereintritt und der Noviziatsausbildung, habe ich zunächst in Salzburg Philosophie studiert und dort den ersten Studienabschnitt gemacht. Danach habe ich in Rom Theologie studiert und im Juni dieses Jahres dort mein Studium erfolgreich beendet. 2003 wurde ich in Göttweig zum Diakon geweiht.

P. PiusNun stehe ich vor der Priesterweihe und muss mir zuvor erst das nötige "Handwerkszeug zulegen". Aus diesem Grund hat mich Abt Clemens zu euch nach Hainfeld geschickt, damit ich hier lerne, wie Gemeindearbeit praktisch aussieht und funktioniert. Meine Arbeit beschränkt sich jedoch nicht nur auf Hainfeld, sondern ich möchte genauso für die Pfarren Rohrbach und Kleinzell da sein.

Als Diakon bestehen meine ersten und wichtigsten Aufgaben im Dienst am Altar, stets an der Seite des Pfarrers oder des Kaplans, in der Verkündigung des Wortes Gottes durch Evangelium und Predigt und im Austeilen des Leibes und Blutes Christi. Die Sorge um die alten und kranken Menschen unserer Pfarre ist mir ebenso ein wichtiges Anliegen, wie auch die Begleitung unserer jüngsten Gemeindemitglieder. Für unsere Ministranten werde ich der neue Ansprechpartner sein und zusammen mit Mitgliedern aus unserer Pfarre die Erstkommunion und Firmung vorbereiten. Außerdem bin ich durch die Diakonenweihe beauftragt, im Namen der Kirche die Taufe zu spenden, bei der Eheschließung zu assistieren und wenn nötig die Beerdigungen zu halten. Zusätzlich unterrichte ich in Hainfeld als Religionslehrer in der Volksschule und in der Hauptschule.

Mein großes Anliegen ist es, nach den vielen Jahren des Studiums, nun endlich Menschen zu begegnen, den Mitgliedern unserer Pfarren in ihren Sorgen und Nöten entgegenkommen und so zusammen mit ihnen Freud und Leid zu teilen. Damit dies gelingen kann und ich euch allen in gleicher Weise dienen kann, bitte ich euch ganz herzlich, mich freundlich aufzunehmen und mich auch in euer Gebet einzuschließen, damit Gott mir viel Kraft und Geduld in meinen neuen Aufgaben schenkt.

Ich freue mich schon sehr auf das gegenseitige Kennenlernen und auf eine gute Zusammenarbeit!

Euer Diakon
P. Pius

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Worte des Pfarrers

Ein herzliches "Danke"..

..sage ich allen Pfarrangehörigen und unseren Gästen für die Zeichen der Verbundenheit mit mir zu meinem Geburtstag, für die vielen Glückwünsche - schriftlich und mündlich -, für das Gebet - persönlich und in Gemeinschaft -, und für so viele Geschenke ein Großes Vergelt`s Gott! Die Mitsorge für die Menschen in den Pfarren Kleinzell und Rohrbach übernehme ich mit Gottvertrauen und in der Hoffnung auf die Mitverantwortung aller Getauften und Gefirmten.

Weiterhin Euer Pfarrer
P. Paulus

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Messe am Kirchenberg

Bergmesse Einladung zur
Kirchenbergmesse
Sonntag, 12. September 2004, 10.30 Uhr
 
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Warum ich noch immer katholisch bin

Manche Eröffnungen der letzten Jahre in der Kirche Österreichs waren ja nicht gerade dazu angetan, sich als stolzer Katholik zu fühlen. Ich kann es niemandem verübeln, der seinem Frust und Ärger lauthals Luft macht. Ich verstehe Leute, die diese Affären zum Anlass nehmen, sich von der Kirche zu verabschieden, obwohl es mich traurig macht.

Wir haben in unserer Ortskirche in Hainfeld in den letzten Jahren viele Aktivitäten gesetzt, die die Kirche für alle offen hält, und die helfen, sich in der Gemeinschaft der Pfarre wohl zu fühlen. Der Kirchenraum ist renoviert und festlich gestaltet, das Geläute verschönt alle Anlässe, die Gottesdienste sind feierlich und erhebend.

Trotzdem geht der sonntägliche Kirchenbesuch zurück. Ist Gott nicht mehr unsere Mitte, haben wir ihn hinausgedrängt?

Da fängt es damit an, mich zu fragen, ob Gott in meinem Leben da, existent, wirklich ist, ob ich fest an ihn glauben kann. Dann muss ich ihm auch Raum geben, dann wird auch er mich fordern. Dann wird auch er mir Hilfe, Wegweiser sein, wird mich begleiten.

Für mich ist Glaube nicht von Äußerlichkeiten abhängig, aber auch ich fühle mich in Kirche und Pfarre wohler, wenn alles "passt". Auch mich lässt nicht kalt, was da geschah und ich frage mich auch, wie ich mich weiter in dieser Gemeinschaft bewegen soll, wenn Bischof und Diözese so im Gerede sind.

Aber dann denke ich mir, dass wir wohl aufgerufen sind, unser persönliches Verhältnis zu Gott zu pflegen, dass es wichtig ist, in unserem Lebenskreis für Ordnung zu sorgen und in der Ortskirche eine lebensgerechte Gemeinschaft zu schaffen und zu erhalten. Wir müssen ein Kleinklima schaffen, in dem wir uns wohl fühlen. Wo leben wir denn gerne? Dort wo uns die Umgebung gefällt, wo wir nette Nachbarn haben, Freunde nicht weit sind. Gleiches gilt für die Pfarre, meine ich. Da ich mich im Gottvertrauen geborgen fühle, wohin sollte ich laufen? Gleiches wünsche ich auch Ihnen!

KW

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Jungscharsommer

Spielstadt
Gipsmaske Auch im Sommer machte die Jungschar keine Pause:
Im Bild oben die Spielstadt, die am 18. August von den Kindern mit Gedächtnis und künstlerischem Geschick wieder aufgebaut wurde. Mit dabei als “Bildreporter’ Diakon P. Pius .
Links und unten: Gipsmasken wurden beim Jungscharstand am Stadtfest gefertigt.
Neben den Jungscharbetreuerinnen waren auch Begleiter vom Sommerlager bei beiden Veranstaltungen mit Freude dabei. Danke für euren Einsatz!
Maskenanlegen
 
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P. Paulus - ein Sechziger!

60. Gebursttag P. Paulus - Gratulation durch H. Kassa 60. Gebursttag P. Paulus - Gratulation durch Bgm. A. Pitterle 60. Gebursttag P. Paulus - Gratulation durch BR Bgm. K. Bader
Zahlreiche Festgäste feiern im Pfarrhofviereck
Gratulation von der Stadtkapelle Hainfeld
Buffet von der Fleischerei Fink
Am 10. August vollendete unser Pfarrer Dechant P. Paulus Müllner sein 60. Lebensjahr. Mit einem festlichen Dankgottesdienst am Altmannisonntag, dem 8. August feierten Pfarre, Ehrengäste und Familie. Offizielle Gratulationen kamen von Bgm A. Pitterle, BH HR Dr. Krizanic, BR Bgm. K. Bader und vom stv. Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates M. Eder. Pfarrchor, Bäuerinnensingkreis und chor70 sowie Familie Lampl und dieStadtkapelle Hainfeld sorgten für die musikalische Umrahmung. In den Ansprachen kamen die vielfältigen Aktivitäten von P. Paulus zur Sprache, weshalb ihn BR Bader zum "PPP" (P. Paulus Powerman) ernannte. Denn in der bisherigen Amtszeit von P. Paulus in Hainfeld wurde die Innenrenovierung der Kirche, die Erneuerung des Geläutes und die Renovierung der Orgel fertiggestellt und nunmehr das Turmdach und die Sanierung des Pfarrzentrums in Angriff genommen.
Die Pfarrgemeinde dankt P. Paulus für sein großes Engagement, für alles bisher Geschaffene und gratuliert nochmals herzlich!
P. Paulus, M. Eder, Maud. Heigert   60er am Kirchturm   Der Pfarrchor singt ein Ständchen
 
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Schätze in der Turmkugel

P. Paulus und Herbert Moser beim Sichten des Inhalts der Kapseln Im Zuge der Neueindeckung des Turmdaches wurden das Turmkreuz und die tragende Kugel abgenommen. Einer alten Tradition entsprechend, werden bei Turmreparaturen immer Dokumente in der Kugel verwahrt.
 
Ein verlötetes Kupferrohr und ein Weißblechrohr enthielten als ältestes ein Dokument von 1869, aus 1918 einige Zeitungen, Lebensmittelkarten und Münzen. Ein Schriftstück datiert mit 1935, mehrere Schriftstücke, Photos, Lebensmittel- und andere Bezugskarten aus 1949. Bürgermeister F. Benischke schilderte die Umstände der Nachkriegszeit. Nach der Sanierung der Turmkugel werden diese Schriftstücke wieder - ergänzt mit Dokumenten und Münzen der Gegenwart- in luftiger Höhe für weitere Generationen aufbewahrt werden.
 
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Kräutersegnung

Gesgnete Kräuter Die Festmesse zu Mariä Himmelfahrt feierte P. Paulus mit der Pfarrgemeinde. Nach der schon traditionellen Kräutersegnung verteilten die Damen des Kneippbundes wohlriechende Sträußchen an die Gottesdienstbesucher. Herzlichen Dank für die Mühe!
 
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Hainfelder Pfarrwallfahrt nach Rumänien

Wallfahrer zu den Moldauklöstern
Feldmesse mir P. Paulus In der ersten Ferienwoche reisten 27 Pilger aus Hainfeld und Umgebung nach Nord-Rumänien. Besonderes Ziel waren die berühmten Moldauklöster.
Beeindruckt haben die Teilnehmer auch die ehrfürchtige Frömmigkeit der Menschen, der große Zulauf zu den Nonnenklöstern, die schöne Landschaft und die Gastfreundschaft der Menschen. Die Gruppe konnte auch den Neubau einer der typischen Holzkirchen sehen. Den Abschluss der Reise bildete in Ungarn die Besichtigung von Eger und Budapest, das Erlebnis der Hortobagypuszta, aber vor allem die Wallfahrtskirche Mariapocs, deren ursprüngliches Gnadenbild nun der "Mariapötschaltar" im Wiener Stephansdom ist.
Der geistliche Begleiter, P. Paulus, verstand es gut, diese Fahrt zum Wallfahrtserlebnis werden zu lassen.
Nächste Pfarrwallfahrt: 4. - 9. Juli 2005 in die “Hohe Tatra’ - Ostslowakei.
 
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Sommerlager

Sommerlager Beim Sommerlager in Wetzlas waren fast 80 Kinder, Jugendliche, Begleiter und "Küchendamen" mit dabei.
Danke den Helferinnen und Helfern für die Vorbereitung und Betreuung!
Fototreffen: Donnerstag, 16. September, 18.30 Uhr, Pfarrzentrum
Floßfahrt am Sommerlager
 
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Schon wieder kommt wer sammeln

Alljährlich im Sommer kommen Frauen und Männer ins Haus, um für die "Augustsammlung der Caritas" einen Beitrag zu erbitten. Die meisten geben mehr oder weniger gerne einen mehr oder weniger großen Betrag, wenn sie erfahren, wofür gesammelt wird. Manche SammlerInnen kehren aber oft frustriert von ihrer Tour heim, wenn man sie wieder einmal schroff abgewiesen hat oder ihnen einfach die Tür wortlos vor der Nase zuschlug.

Missio-SammlungDazu einmal ein offenes Wort: Diese Mitbürger, die da für Ärmere, für Notleidende, für Leprakranke oder Aidskranke sammeln, eigentlich betteln gehen, tun das völlig selbstlos. Sie tun es für Menschen, die selber in keiner Weise für diese fürchterliche Notlage auch nur irgendetwas können und denen wir alle Mitmenschlichkeit schulden.

Unterstützt werden mit diesem Geld bedürftige Menschen, ohne Ansehung von Sprache, Hautfarbe, Volk oder Religion.

Viele unserer Mitmenschen bezeichnen sich heute als im christlichen Sinne nicht gläubig. Aber wenn man auch an gar nichts glaubt, ist Hartherzigkeit menschenwürdig? Kann man, darf man an den von Hunger aufgeblähten Bäuchen der Kinder, den verzweifelten Gesichtern der Frauen, den ausgemergelten Körpern der Männer, an den Fetzenhütten, an den überschwemmten Häusern und und und.. vorbeischauen, einfach wegschauen? Dürfen wir es, die wir in Wohlstand leben, die wir unendlich viel mehr haben als alle diese armseligen Menschen? Ist es gerecht, einfach zu sagen: "Was gehen die uns an? Wir können ja sowieso nicht allen helfen!" Ausgerechnet wir, für die soziale Leistungen, Pensionsregelungen, Krankenkasse, Gewerkschaften selbstverständlich sind? Geht es uns wirklich gut dabei, fühlen wir uns wohl, können wir gut darüber schlafen, wenn wir sagen: "Dafür hab ich nichts übrig!"? Oder sind wir lediglich damit beschäftigt, uns selber zu beruhigen, zu entschulden? Spüren wir etwa gar das Gewissen? Viele können es bestätigen: Teilen macht glücklich!

Jedenfalls: die SammlerInnen haben es nicht verdient, unfreundlich behandelt zu werden! Diese Arbeit ist auch für sie nicht angenehm. Sie tun sie im Sinne von Caritas.

Und übrigens: Caritas bedeutet "Nächstenliebe, Barmherzigkeit".. Etwas, was irgendwann jeder von uns braucht.

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Krankensalbung = Versehgang?

P. Pirmin spendet die Krankensalbung In vielen Köpfen hat sich die alte Denkweise erhalten: "Wird der Priester zu einem Kranken gerufen, hat das letzte Stündlein geschlagen". Man wartet daher mit dem Rufen des Pfarrers bis zuletzt und übersieht leider, dass dem Kranken oder Schwachen das Sakrament der Stärkung, die Möglichkeit, vielleicht Belastendes los zu werden, oder einfach Frieden zu finden, vorenthalten wird.
 
Krankensalbung ist ein Sakrament, das öfters empfangen werden kann und keinesfalls zwingend an die nahende Todesstunde gebunden ist. Weil es eine Stärkung im Glauben bedeutet, wird es auch beim jährlich stattfindenden Gottesdienst für betagte Menschen im Herbst angeboten und gerne angenommen.
 
Es hilft niemandem, sich später einen Vorwurf zu machen: Liebe Angehörige, denkt an das Angebot der Krankenkommunion und der Krankensalbung, ruft den Priester!
 
Und Kranke sollten sich nicht scheuen, ihre Angehörigen darum zu bitten. Kirche ist schließlich dazu da, die Gläubigen zu begleiten!
 
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Gebet

Hilf, Herr meines Lebens,
dass ich nicht vergebens
hier auf Erden bin.
 
Hilf, Herr meiner Tage,
dass ich nicht zur Plage
meinem Nächsten bin.
 
Hilf, Herr meiner Stunden,
dass ich nicht gebunden
an mich selber bin.
 
Hilf, Herr meiner Seele,
dass ich dort nicht fehle,
wo ich nötig bin.
 
Hilf, Herr meines Lebens,
dass ich nicht vergebens
hier auf Erden bin.
 
G. Lohmann 1962
 

Mail an die Redaktion des Pfarrbriefes


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Fotos: Christoph Bauer, Dr. J. Dieberger, M. Eder, Jungschar, zVG, K. Wimmer (KW)
 
    Datum der letzten Aktualisierung:    
1. September 2004
 
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