Aus dem Pfarrbrief 3/2003 vom 8. September 2003


Worte des Pfarrers Gratulation .. es g'hört sich...! Ein neues Mitglied unserer Pfarrgemeinde
Gott hat dir eine Stimme gegeben Turmdach - Neudeckung Messe mit Ehejubilaren Leserbrief zu "Grüß Gott"

Worte des Pfarrers

Liebe Leserinnen und Leser!

Nach den großen Ferien, die für unsere Kinder wetterbedingt wunderbar waren, beginnen wir - mit Gottes Hilfe - auch in der Pfarrgemeinde ein neues Arbeitsjahr.

Unser Kaplan P. Pirmin wird wenigstens auf ein zweites Jahr bei uns bleiben. In den letzten Monaten ist durch den Idealismus junger Erwachsener unserer Pfarre viel mit und für Kinder geschehen. Ich freue mich über jede sinnvolle Initiative in dieser Richtung.

Dass weltweit Kinder in Bürgerkriegen als Soldaten verheizt werden, sich in Bergwerken zugrunde schuften müssen, auf unseren Straßen zu Tode kommen und Verbrechen zum Opfer fallen, ist ein täglicher Schandfleck.

"Jesus stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf." Gilt nicht auch die Umkehrung dieses Wortes: Wer Kindern Gewalt antut, ganz gleich ob durch Taten oder Worte, wer die Menschenwürde der Kinder beschädigt, Kinder vernachlässigt und nicht wertschätzt, wer sie schutzlos dem Kräftespiel der Erwachsenen überlässt, wer die Arbeitskraft von Kindern ausbeutet, statt ihnen Bildung zu ermöglichen, der lehnt mit diesem Tun Jesus ab - und mit ihm Gott. Am Umgang mit Kindern, offenbart sich oft eine erschreckende Gottlosigkeit - nicht irgendwo in der Welt, auch hier bei uns. Es ist höchste Zeit zur Umkehr.

Ich will mich aufmachen, die Kinder in meinem Umfeld noch ernster zu nehmen und ihnen mehr Zeit schenken.

Erwachsene haben vielfach verlernt, Kind zu sein, Vertrauen zu haben. Viele Handlungen sind von Zweifel und Misstrauen gesteuert. So wissen sie auch nicht mehr, dass sie Kind Gottes sind. Die Beziehung zu Gott, die Jesus mit "Abba", das richtig mit "Papa" übersetzt wird, ist ihnen verloren gegangen, das Vertrauen darauf, mit Ängsten und Sorgen, auch mit unsäglichen Schmerzen nicht allein zu sein. Geliebt und angenommen zu werden ohne Vorleistung, so wie wir sind, einfach weil wir sind. Der Glaube daran, dass das Leben zu einem guten Ende führt, unabhängig davon, was wir selber dazutun können oder auch nicht.

Jesus sagt uns immer wieder, dass wir als Kinder Gottes getragen und gehalten sind. Wenn wir uns darauf einlassen, werden wir es erfahren. Und wenn wir es erfahren, sind wir froh darüber, Kind Gottes zu sein und werden nicht alles versuchen, dass aus unseren Kindern möglichst schnell Erwachsene werden.

P. Paulus

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Gratulation an P. Paulus

Gratulation
Unser Pfarrer Dechant KR P. Paulus Müllner feierte im August den 35. Jahrestag seiner Priesterweihe - die Pfarre gratuliert herzlich!

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....es g`hört sich...!

Geht es Ihnen nicht auch so: ein Nachbar ist gestorben, eine Bekannte, eine Freundin, ein "Spezi": man sagt, es "gehört sich" wenigstens, dass man zur Betstunde, zum Begräbnis geht, den Anverwandten sein Beileid ausspricht. Natürlich: Bei engen Freundschaften oder Menschen, die einem besonders nahe standen, fühlt man mit den Verwandten, und teilt oft auch wirklich ihren Schmerz über den Verlust. Bei anderen erfüllt man halt bloß seine "Pflicht".

In jedem Falle will man aber dem verstorbenen Menschen durch die persönliche Teilnahme an der Begräbnisfeier und durch das Mitgehen ein letztesmal Ehrerbietung erweisen, Anteilnahme zeigen, und zum Ausdruck bringen, dass man den Verstorbenen geschätzt hat.

In unserer Stadt wird der Leichnam in der Halle am Friedhof aufgebahrt, zum Requiem in die Kirche gebracht und anschließend zu Grabe getragen, meist mit Musikbegleitung. Es ist der unwiderruflich letzte Weg eines Menschen, der jahrelang unter uns gelebt, mit uns gesprochen, uns angelächelt hat, und dessen Gesichtszüge und Wesensart uns noch gegenwärtig sind. Durch unsere Begleitung wollen wir diesem Menschen noch einmal ein besonderes Geschenk bringen: unsere Zeit, unsere Gedanken und unser Gebet.

Aber Hand auf`s Herz, fällt es Ihnen nicht auch auf? Unangenehm, ja oft schon peinlich ist die aufkeimende, oft recht laute Unterhaltung im Leichenzug über alle möglichen Themen. Dass der Priester vorbetet, ist gar nicht mehr zu hören. Schade, dass viele ihre gutgemeinte Geste der Wertschätzung für den Verstorbenen und des Mitgefühls für die Familie so wieder selbst zunichte machen und entwerten. Mal nachdenken: Sollten wir nicht wieder zu dem finden, was "sich g`hört", nämlich zu ehrfürchtigem Anstand ? Wie wir und unsere Familien es gerne einmal von den anderen erleben möchten, wenn unser eigener letzter Weg dran ist? Also - trauen wir uns doch, mitzubeten oder wenigstens ehrerbietig zu schweigen! Dann war es ein echtes Geschenk! (Und für`s Plaudern ist doch auch nach dem Begräbnis Zeit, oder?) - KW

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"Ein neues Mitglied unserer Pfarrgemeinde"

Seit einigen Monaten gibt es eine Neueinführung: Täuflinge werden vor der Taufe von einem Vertreter des Pfarrgemeinderates als neues Mitglied der Pfarre begrüßt und der Familie die Glückwünsche der Pfarrgemeinschaft ausgesprochen.

Bilder der Täuflinge in der Kirche
Gleichzeitig wird ein Foto gemacht, das in der Kirche - derzeit links unter der Kanzel - zu bewundern ist. Wir wollen damit das Bewusstsein schaffen, dass sich die Pfarrgemeinde über jeden Täufling freut und ihn als zur Gemeinschaft gehörig aufnimmt.

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Gott hat Dir eine Stimme gegeben - singst Du gerne?

Pfarrchor
Dann komm zum Pfarrchor! Wir treffen uns zu vereinbarten Terminen mittwochs 19.30 bis 21.00 Uhr. Alle Berufe und Altersgruppen sind vertreten. Es erwartet Dich eine nette Gemeinschaft. Anfragen an Obfrau Dir. Hedda Kasser (Tel.: 02764/2250)

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Turmdach - Neudeckung

Im Zuge der Glockenarbeiten wurde das Eindringen von Regenwasser und Schnee am Turmhelm festgestellt. Um weiteren Schäden vorzubeugen und weil die Feststellung der schadhaften Stellen nicht exakt möglich ist, hat der PKiR die Neudeckungs des Turmdaches beschlossen. Die Arbeiten werden im Frühjahr beginnen. Man hofft, beim Dachstuhl keine bösen Überraschungen vorzufinden.

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Messe mit Ehejubilaren

Samstag, 27. September 2003, 18:30
Viele Ehen zerbrechen heute schon nach kurzer Zeit, ein bedauerliches Signal für Wertewandel und -verlust in unseren Tagen. Wohl ein Grund zur Dankbarkeit, wenn in einer Familie Treue und Verlässlichkeit hoch gehalten werden. In diesem Sinn lädt die Pfarre zu einer Festmesse für alle ein, die heuer ein rundes oder halbrundes Ehejubiläum feiern, oder selbst meinen, Grund zum Danken zu haben.

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Ein Leserbrief zur letzten Ausgabe

"Eine Lanze für Grüß Gott!" in der letzten Ausgabe hat viel positives Echo gebracht. Unter anderem erreichte uns ein langes Gedicht (von Ing. Walter Huber), von dem wir den LeserInnen (leider aus Platzgründen nur) einige Zeilen nicht vorenthalten wollen:

Man kennt den Spruch lang schon, vom Wald, immer wieder,
Wie man hineinruft, so tönet es wider.

Dies gilt ganz besonders bei jeder Begrüßung,
Sie schafft uns Distanz, oder dient der Versüßung.

Ein freundlicher Gruß und ein Lächeln von innen
Kann Herzen uns öffnen, den Menschen gewinnen.
Doch wenn wir die Grußformen näher betrachten,
Dann merkt man sehr rasch, man sollt manches beachten.
Es gilt auch natürlich noch zwischen den Zeilen
Gewandelte Grüße speziell zu verteilen.
Ein "Grüß sie" ist sicherlich allseits verwendbar,
Doch sehr unpersönlich, das wird einem gleich klar.

Das "Griaß di" und "Griaß eich" an Freunde gerichtet:
Hier wird auf den Gottesgruß weithin verzichtet.
Und schrumpft ein "Gott b`hüt dich" auf "Pfiat di" zusammmen,
Dann ist nichts mehr übrig von Gottvaters Namen.

Vom Norden ereilt uns der Gruß der Germanen
Und lässt uns mit "Tschüss" ihre Tüchtigkeit ahnen.
Doch hör ich das lieblich gewandelte "Tschüssi",
Dann ist`s mir schon lieber, man grüßt mich mit "Grüß sie"!

So lasst uns die Wurzeln des Grußes hier nennen;
Man zeigt Anerkennung, gibt sich zu erkennen.
Und wünscht "Guten Tag", wer mit Gott nichts am Hut hat.
Begrüßt mit "Grüß Gott", wer die Freud und den Mut hat.

Grüß Gott !


Mail an die Redaktion des Pfarrbriefes


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Fotos: Markus Eder, Dr. Kurt Wimmer
 
    Datum der letzten Aktualisierung:    
8. September 2003
 
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